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Montag, 11. November 2013

Filme aus Lettland o. D.

Zweiter Teil des lettischen Wochenendes im Filmmuseum - und diesmal ohne Verständnisprobleme: Die drei Dokumentarfilme waren nämlich o. D. (ohne Dialoge)... Zwei von ihnen seien hier besonders erwähnt.

Leiputrija: Wann hat man schon einmal eine halbe Stunde auf einer Müllkippe verbracht - und dabei die Vielfalt des Lebens dort so intensiv wahrgenommen? Sehenswert.

Ozols: Eine der ältesten Eichen des Landes steht in Sēja - und in ihrer Umgebung wohnen natürlich auch Menschen. Besuchenswert. Nächstes Jahr.

Sonntag, 9. Juni 2013

Ōsaka und Shibuya

Auch bei Nippon Connection kann man zwei Filme an einem Abend sehen!

Bei beiden stehen auf sehr unterschiedliche Weise junge Frauen im Mittelpunkt, die ihr Leben in einer Großstadt führen wollen: Bei Soul Flower Train (ソウル・フラワー・トレイン) fiktional in Ōsaka, bei Nowhere to Go (ドコニモイケナイ) dokumentarisch in Shibuya - und in beiden Fällen sehr anrührend erzählt.

Ach ja, zu trinken gab's auch wieder etwas: Nein, heute kein Frozen Beer, dafür aber einen Sake namens Sakagura Hyakkei, praktischerweise in der sogenannten "One Cup"-Größe zum direkten Trinken aus dem Glas.

Freitag, 26. April 2013

You Drive Me Crazy

Eine Deutsche in Mumbai, eine Südkoreanerin in München und ein Amerikaner in Tōkyō - und alle drei versuchen, in einem fremden Land mit einer fremden Mentalität in einer fremden Sprache ihren Autoführerschein zu machen...

Für den Zuschauer äußerst unterhaltsam, für die Probanden allerdings purer Streß, beispielsweise wenn man in Japan feststellen muß, daß es nicht ausreicht, keinen Fehler zu machen - vielmehr muß man alles richtig machen. Gucken, horchen, zeigen. You Drive Me Crazy!

PS. Zu dem Thema paßt übrigens ein Beitrag in der Japan Times über die drei Farben einer Ampel: Rot, Gelb und... Ja, was eigentlich? Grün, Blau, irgendetwas dazwischen oder beides gleichzeitig?

Dienstag, 16. April 2013

Igrushki

Weißrußland: In einem Land, in dem es mittlerweile sogar verboten ist, sich grundlos schweigend in der Öffentlichkeit zu versammeln, wundert es nicht, wenn es auch ein Verbot gibt, mit einem Stofftier (irgrushki) den Bahnsteig zu betreten. Selbst wenn die Menschen von Schlobin schon seit langem nichts mehr verkaufen, werden sie nun sogar ihrer Hoffnung beraubt, etwas verkaufen zu können. Wann wirst Du, Weißrußland, endlich von diesem Tyrannen Lukaschenko erlöst? Wann?

Und wie bereits gestern wurde das Kinoerlebnis bereichert durch die Anwesenheit von Regisseurin und Produzentin, die nach dem Film ausführlich Fragen beantworteten und einen Einblick lieferten, was es bedeutete, als Litauerin in ihrem Nachbarland diese Dokumentation zu erstellen.

Montag, 10. Dezember 2012

Australien in 100 Tagen

Großartige Landschaften in großartigen Bildern aus einem großartigen Land.

Das war's dann aber auch, der Rest dieser Dokumentation war schrecklich, einfach nur schrecklich. Was gefiel dem Autor bloß daran, überall Touristen mit ins Bild zu nehmen? Oder Einheimische ständig beim Surfen zu beobachten? Oder gefühlte einhundert Mal die "traumhaften Strände" zu erwähnen? Allgemein dieses ständige Gebrabbel, konnte der Typ nicht wenigstens einmal eine Minute still sein?

Aber am allerschlimmsten (und was mich fast aus dem Kinosaal vertrieben hätte) war dieser unsägliche, ewig gleiche und alles überdeckende Klangteppich, gegen den Kaufhausmusik fast ein Genuß ist. Kein Meeresrauschen, kein Tropenwald, keine Wüste war vor ihm sicher - wie gesagt mit einem Wort: Schrecklich.

Da sammle ich doch lieber Postkarten und Briefmarken vom fünften Kontinent.

Sonntag, 25. November 2012

Mehr als nur Honig

More than Honey - hier gibt es mehr zu sehen als nur Honig! Wissenswertes, Aufregendes, Erschütterndes aus der Welt der Bienen: Zeugung, Geburt, Leben, Arbeit, Krankheit, Tod. Königinnen, Arbeiterinnen, Drohnen. Gutmütige und sogenannte Killerbienen - eine Rache der Natur?

Und vieles über den Umgang des Menschen mit den Bienen: Die kaum vorstellbare Mühe, in China nach dem Verschwinden der Bienen Blüten von Hand bestäuben zu müssen. Der Versuch, vielleicht in Australien eine Arche Noah für Bienen zu bauen. Die Erkenntnis, daß man angesichts der industrialisierten Landwirtschaft auch als Vegetarier nicht an grausamer Massentierhaltung vorbeikommt.

Montag, 12. November 2012

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit: So der Titel des Dokumentarfilms zur Frage "Wo ist bloß meine Zeit geblieben?"

Und die Antwort? Nun, man kann Geld ausgeben und von einem Profi erfahren, daß man einfach nur das Wichtige vom Unwichtigen trennen müsse (mein Chef sagt auch immer, ich müsse Prioritäten setzen). Man kann auch aus dem Hamsterrad aussteigen und sich in der Schweiz auf Dauer in einer Berghütte einquartieren und Käse herstellen. Oder man bewundert einfach nur die Philosopie des Bruttonationalglücks in Bhutan.

Letzten Endes gibt's aber nur eine Antwort: Nämlich die, daß es keine allgemeingültige Antwort gibt. Jeder muß seine eigene Antwort finden - das ist die Freiheit des Menschen. Und die Erkenntnis aus diesem Film.

Samstag, 19. März 2011

Im Schatten des Mondes

Egal, ob nun erster Mensch auf dem Mond oder nur Zweiter, egal, ob allein zurückgelassen im Mutterschiff oder erst bei einer späteren Mission beteiligt, für diese Astronauten zählt, da oben dabei gewesen zu sein. Ein Dokumentarfilm mit ausschließlich Originalaufnahmen, der auf jedwede neumodische Computeranimation verzichtet - großartig! Und was ich bisher nicht wußte: Es gab beim Wettlauf im All keinen einzigen Kosmonauten auf dem Mond.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Träume in Kasachstan

... und Träume werden wahr: Großartige Dokumentation, wie man sie wohl nur im Kino sehen kann - und der zweite Film aus oder über Kasachstan innerhalb einer Woche. Wenn's nur nicht so weit weg wäre!

Dienstag, 27. April 2010

Osadné

Nach sechs Filmen in fünf Tagen endete die diesjährige goEast-Reise durch Osteuropa im slowakischen Osadné, wo in der Dorfkneipe sogar die Europafahne hängt: Freude, schöner Götterfunken.

Sonntag, 25. April 2010

Babske Radio

Selbst wenn das Landleben keineswegs idyllisch, sondern hart und beschwerlich ist, beneidet man doch irgendwie die Menschen von Babske Radio um ihr einfaches Zufriedensein.