Die
Mari sind ein Volk mit einer dem Finnischen verwandten Sprache (die ebenfalls
Mari heißt), und sie leben in der russischen Republik Mari El. So weit die Fakten.
Doch was habe ich da heute im Kino eigentlich gesehen?
Die Himmelsbräute der Wiesenmari, einen Film über die Mädchen, Frauen und Großmütter der Mari, genauer gesagt der Wiesenmari, einem Teil dieses irgendwo an der Wolga lebenden Volks. Doch für mehr reichen meine Worte nicht - zu schwer ist es zu beschreiben, wovon die 30, 40 (oder gar 50?) so unterschiedlichen Kurzgeschichten handelten, die jede für sich bereits einen sehenswerten Kurzfilm darstellen würde.
Stellvertretend für alle sei nur eine erzählt: Ein jugendliches Mädchen hält einen Korb voller großer, schöner Pilze in seinen Händen, schaut sich einen nach dem anderen an, und schließlich sagt es zu einem: "So wie Du muß mein Ehemann sein." Ist das nicht herzzerreißend? Ist es.
Letzte Anmerkung: So sehr waren die Geschichten aus dem Leben gegriffen, daß ich gar nicht mehr wußte, ob der Film nun im Spielfilm- oder Doku-Wettbewerb von goEast lief. Was aber auch ziemlich egal war...