Ich habe mich in meinem Blog bisher nur selten politisch geäußert, weil ich hier lieber über die schönen Seiten des Lebens schreibe. Man scheint ja auch machtlos gegen die Unterdrückung der Meinungsfreiheit in
China zu sein, wenn man ansehen muß, wie eine deutsche Bundeskanzlerin den dortigen Machthabern in den Hintern kriecht, und über Italiens
Bunga Bunga-Berlusconi könnte man eigentlich nur noch lachen, wenn's nicht so ernst wäre.
Doch es gibt Diktaturen nicht nur in fernen Ländern Asiens oder Afrikas, sondern auch inmitten Europas: Mit großer Sorge muß man ansehen, wie in Weißrußland Menschen von kurzgeschorenen Schlägertypen der Polizei abgeführt werden, weil sie nicht anderes machen, als sich mittwochs zu treffen und in der Öffentlichkeit anfangen zu klatschen. Wie kann ein
Protest friedfertiger sein?
Warum schreit niemand auf, wenn nur tausend Kilometer entfernt Inhaftierte mit Schleudern
Papiernachrichten aus ihren Zellen schießen müssen, um Verwandte über ihre Situation zu informieren?
Und ist es nicht absurd, wenn bei Sportveranstaltungen im demokratischen Rest Europas weißrussische Fans der Halle verwiesen werden, weil sie die alte und jetzt von der Opposition benutzte,
weiß-rot-weiße Fahne anstelle der offiziellen Staatsfahne zeigen? Müssen Sportverbände wirklich Diktaturen auf diese Weise unterstützen?
In Anerkennung und als Unterstützung der weißrussischen Kämpfer für Meinungsfreiheit und Demokratie will ich in Zukunft nur noch diese weiß-rot-weiße Fahne
verwenden.
Alles Gute, Weißrußland!
Alles Gute,
Alya!